Von Hilfeangeboten und Hilfsangeboten

Ich arbeite in einer Beratungsstelle. Damit ich weiß, was ich so raten soll, schaue ich neuerdings morgens in die Tageszeitung. Althergebrachtes Wissen scheint in diesen Zeiten nur begrenzt anwendbar. Neuerungen haben gefühlt nur wenige Stunden Gültigkeit, bis sie erneut verändert werden. So durfte ich in der Zeitung lesen, dass die Stadt Frankfurt an einer neuen Einrichtung arbeitet, die wohnungslose Menschen während der Coronakrise vorübergehend Unterschlupf bieten soll. Das fand ich interessant. Hatte ich erwähnt, dass ich wohnungslose Menschen berate? Die können mit solchen Informationen etwas anfangen. Wo und wann diese Unterkunft in Betrieb gehen, soll stand leider nicht in der Zeitung. Ich rate den Menschen, die zu mir kommen mal woanders nachzufragen. Wo, weiß ich auch nicht genau. Es ist nämlich alles geschlossen. Wenn man den Telefonhörer in die Hand nimmt und man mit etwas Glück einen Gesprächspartner findet, ist man nachher unwesentlich schlauer. Man weiß lediglich, dass die Einrichtung mit der man telefoniert hat, geschlossen ist oder einen Notbetrieb fährt. Unterkünfte, die noch Menschen aufnehmen sucht man vergebens. Es gibt lediglich nur noch eine Notübernachtungsstätte mit Mehrbettzimmern und die U Bahn, in die ich Suchende schicken kann. Das ist jetzt nicht zynisch gemeint. In einer U Bahnstation gibt es einen extra abgetrennten und geheizten Bereich, der gereinigt und betreut, wohnungslosen Menschen zur Verfügung gestellt wird. Hier übernachten hauptsächlich Menschen aus Osteuropa, die keinen Von Hilfeangeboten und Hilfsangeboten weiterlesen

Der oberste Virologe des Landes

Gestern habe ich eine Dokumentation über eine westliche Reisegruppe in Nordkorea gesehen. Alle Gespräche mit den Einheimischen waren gut einstudiert und endeten mit einem Lob auf den großen Führer des Landes. Was die Menschen hinter der überlebensnotwendigen Fassade wirklich dachten blieb im Dunkeln. Mit großen Führern haben wir in Deutschland ja so unsere Erfahrungen gemacht. Ich dachte lange, die Zeit der großen Führer ist hierzulande und in der westlichen freiheitlichen Welt längst Geschichte. Ich glaubte, Transparenz, Kooperation und demokratischer Konsens seien die Werte der Zukunft. Hochmutig konnte man mit dem bloßen Finger auf afrikanische, türkische oder russische Autokraten zeigen. Die aussterbenden Machos aus dem letzten Jahrtausend. Wir hatten  Mutti.  Doch dann kamen die Plagen des Nationalismus, der deregulierten Märkte und des Populismus auch über den „freien Westen“. Die Symtome nennen sich Trump (gute saubere Kohle) , AfD (ausschwitzen), Urban (ungarischen Nation inner- und außerhalb der Staatsgrenzen Ungarns) , Pis- Partei (geiler Name) etc..

Die Menschen mögen es scheinbar sich hinter jemanden mit einem breiten Rücken zu verstecken. Ich schaue auch gerne zu charismatischen Menschen auf und höre ihnen zu. Klingen die Vorschläge schlüssig, bin ich auch bereit ihnen zu folgen. An diesem Punkt zeigt sich mal wieder wie wichtig der Umgang mit Informationen ist. Diese müssen verfügbar sein und von den Empfangenden verarbeitet werden können. Ein Minimum an Bildung aller Beteilgten ist hier von Vorteil. Falls dem nicht so ist, bekommt man halt einen Präsidenten wie Trump. Ein einfaches Licht, gewählt von schlichten Seelen. Ich möchte Trump nicht unterschätzen. Ganz im Gegenteil, ich halte ihn für einen gefährlichen Menschen. Gefährlich für alle Menschen die nicht seiner Meinung sind. Er macht Politik für Milliardäre, und zwar mit Der oberste Virologe des Landes weiterlesen

Systemrelevante Verwaltungslogik

Vorgestern musste ich erfahren, dass ich nicht systemrelevant bin. Das hat mich stark getroffen, da ich mich aufgrund meines kompetenten Gesichtsausdrucks vollkommen anders fühle. Laut hessischer Landesregierung sind Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe im Gegensatz zu denen der Behindertenhilfe nicht systemrelevant. Das heißt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe können die Notbetreuungen für Kinder in den Schulen im Rahmen der Corona Krise nicht in Anspruch nehmen. Wenn man es positiv sieht (und ich habe mir angewöhnt Dinge möglichst positiv zu betrachten) ist es schön, dass die Betreuung von behinderten Menschen mittlerweile einen großen Stellenwert erhalten hat und mit der Arbeit von medizinischem Personal, Feuerwehr und Polizei in einem Zug genannt wird. Mein Arbeitgeber betreut wohnungslose sowie psychisch erkrankte Menschen. Das tut er in einer Vielzahl von Einrichtungen. Die Grenzen zwischen wohnungslos und psychisch Systemrelevante Verwaltungslogik weiterlesen

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Ein Sabbatjahr auf dem Lande mit Stift und Kladde

Werners Traumlounge

Werner G. Philipps schreibt hier über sein Leben und Gedanken; und als gebürtiger Kölner gibt er natürlich auch dem Humor eine Chance.

Make a Choice Alice

Vom Glück, sich nicht entscheiden zu müssen

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das kommt dabei heraus wenn man zu zweit einen blog macht

Dümmlers Blog

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