Abbildung des eisernen Steges in Frankfurt

Herr Dröse vom Arbeitsamt

Ein Treffen unter alten Schulfreunden kann wirklich merkwürdige Erinnerungen an die Oberfläche des Bewusstseins spülen und eine ferne Vergangenheit aktuell werden lassen, die in der Grube des Unbewussten eigentlich ganz gut aufgehoben schien.

„Kannst Du dich noch an den Dröse erinnern?“

Wie könnte ich den jemals vergessen? Herr Dröse vom Arbeitsamt. Herr Dröse war seinerzeit Berufsberater. Er war Mitte der Achtziger dafür zuständig halbwüchsige Vorstadtbewohner zu desillusionieren. Ihn als beeindruckende Erscheinung zu bezeichnen wäre falsch gewesen. Er war so etwa ein Meter sechzig groß und schmal.  Einen Menschen lediglich nach seiner Körpergröße zu beurteilen ist natürlich zu kurz gegriffen. Bei Herrn Dröse schien Körpergröße und Kompetenz jedoch eng aufeinander abgestimmt. Es wirkte so, als wäre er eine perfekte Schöpfung unterdurchschnittlichen Mittelmaßes. Er trug immer graue Anzüge und führte eine Tüte Gummibärchen mit sich, aus der sich während der Gespräche wie selbstverständlich bediente. Das einzige was nicht ganz ins Bild passte war sein völlig grundloses überbordendes  Selbstvertrauen. Ich mag durchschnittliche Menschen sehr. Ich bin schließlich selber einer und weiß deshalb um die Überraschungen, die trotzdem in jedem Menschen stecken können. Herr Dröse gehörte nach der Berufsberatung jedoch nicht zu meinen Lieblingsmenschen. Nachdem ich ihm von meinem Berufswunsch berichtete, brach er völlig überraschend in schallendes Gelächter aus. Es war nicht diese Art ansteckendes Gelächter, das verkrampfte Situationen auflösen kann und Menschen verbindet. Es war auch kein Gelächter, dem man später noch etwas Komisches abgewinnen kann, da es einer positiven Geisteshaltung  zugrunde liegt und Widersprüche aufzudecken vermag. Nein, es handelte sich um ein herzliches Lachen über die Naivität eines sechzehnjährigen Jungen, dem hauptsächlich Desillusion zugrunde lag. Seine Wirkung war entsprechend.

Schlosser oder Abitur

In der Abschlussphase der Realschule durchliefen wir alle eine Berufsorientierung. Es gab einen Eignungstest beim Arbeitsamt, mehrere Besuche im Berufsinformationszentrum und ein Praktikum in einem Betrieb. In dem Städtchen in dem ich aufgewachsen bin gab es zwei Stadtteile. In einem gab es eine Fabrik eines Automobilzulieferers und in dem anderen eine große Textilmaschinenfabrik. Diese war Weltmarktführer und verkaufte ihre Erzeugnisse bis nach China. Chinesische Ingenieure wurden eigens eingeflogen, um an den Maschinen ausgebildet zu werden. Ein Geschäftsmodell, das noch vielen Generationen Lohn und Brot geben würde. Da waren sich damals alle am Ort sicher. Man würde den Chinesen noch ewig erklären wie der Hase läuft. Für Jungs aus der Realschule hatte es eigentlich nur einen Berufswunsch zu geben, den des Maschinenschlossers. Die Mädchen sollten auf die höhere Handelsschule, um später einen Job als Arzthelferin oder Verkäuferin abzubekommen. So sollte Deutschland in die Zukunft befördert werden. Wer ein bisschen was in der Birne hatte und Unterstützung aus dem Elternhaus, versuchte Abitur zu machen. Das war übrigens bei einem Großteil der Mädchen aus meiner Klasse der Fall. Sie waren nicht nur hübscher als die Jungs, sondern auch fleißiger. Mit Abitur konnte man später studieren oder sogar Bankkauffrau werden.

Meine Jungs machen kein Abitur

Mein Vater wollte nicht, dass seine Söhne Abitur machen. Ein Mann hatte möglichst schnell Geld zu verdienen, um eine Familie gründen zu können. Zur Eheschließung benötigte man Geld. Sexuelle Beziehungen waren erst statthaft, wenn man auch die finanziellen Mittel hatte mögliche Konsequenzen zu finanzieren. Glücklicherweise konnte meine Mutter ihn später überzeugen, dass er sich im Jahrhundert geirrt hatte. Studierte Menschen waren in seiner Weltsicht für viele gesellschaftliche Probleme verantwortlich. Arbeitslosigkeit durch Rationalisierungen beispielsweise. Haupttriebfeder studierter Menschen war die Gier und die Faulheit. Wer erst mit dreißig anfängt zu arbeiten bewegte sich fern jeglicher ernst zu nehmenden Moral. Zum Zeitpunkt meiner Berufsorientierung war das, zusammen mit meinen eher durchschnittlichen Noten, auf dem Weg zum Abitur Hindernis genug. Schlosser wollte ich aber nicht werden. Ein Ferienjob in besagter Maschinenfabrik war zwar finanziell lukrativ gewesen allerdings auch sehr lehrreich. Ich wollte mich nicht morgens mit der Bildzeitung auf dem Klo verstecken wie ein älterer Kollege, der nur noch drei Monate bis zur Rente hatte. Ich wollte auch nicht die zweite Flasche Bier zur Frühstückspause nehmen, wie mehr als ein weiterer Kollege. Ich wollte mich auch nicht acht Stunden lang bei stupider Arbeit über Autos und Frauen unterhalten, um der tristen Realität zu entkommen oder in hektischen pro forma Aktionismus verfallen wenn der Meister durch die Halle lief. Außerdem hasste ich ölverschmierte Hände, die man nie richtig sauber bekam und dafür schämte ich mich auch angemessen.

Welcher Beruf war nun der richtige?

Ein Klassenkamerad wollte Tierpfleger werden. Er war klein, dünn, hatte eine dicke Brille und einen Herzfehler. Er wurde von den anderen Jungs nicht ernst genommen. Folglich war auch sein Berufswunsch nicht ernst zu nehmen. Heute weiß ich, dass diese Widrigkeiten für ihn Schule genug waren, eigene Ideen auch gegen Widerstände zu entwickeln. Das habe ich damals nicht gesehen. Ich war zwar auch oft widerständig aber leider total phantasielos. Die Eignungsprüfung des Arbeitsamtes ergab bei mir eine Eignung zum technischen Zeichner. Alles mit Technik hatte ich eigentlich längst aussortiert. Schließlich hatte mich mein Mathematiklehrer mit viel Mühe davon überzeugt eine mathematische Niete zu sein. Meine Eltern waren auch der Meinung, dass es sich um irgendeine Art Irrtum handeln müsse, denn für Technik war schließlich mein großer Bruder zuständig.  Ich sollte wegen meiner ständigen Plapperei doch lieber was mit Menschen machen. Wer macht denn was mit Menschen? Polizist? Nein, dazu war zum Glück meine Sehstärke zu gering. Erzieher? Das war, wenn man die Praktika dazurechnete, eine fast vierjährige Ausbildung, die obendrein noch Schulgeld kostete.  Wenig attraktiv, wenn der Rubel gleich rollen sollte. Alle Bewohner der Stadt bekamen glänzende Augen bei der Aussicht auf eine Anstellung am Flughafen. Dieses internationale Flair und die Rabatte für Angestellte bei Flugreisen. Da konnte man für ein paar hundert Mark in der Weltgeschichte rumfliegen. Ich hatte von einem Beruf namens Luftverkehrskaufmann gehört. Mit der Lufthansa als Arbeitgeber würde ich zu den wenigen privilegierten Menschen gehören, die billig die Welt erobern konnten.

Von wegen: Wer nix weiß oder kann, geht zur Post oder Bahn

Hier kommen wir nun zu Herrn Dröse zurück. Sein schallendes Gelächter setze ein, nachdem ich Luftverkehrskaufmann gesagt hatte. Nachdem er sich ausgiebig amüsiert und ein paar Gummibärchen verzehrt hatte, schien ihn mein fragender Gesichtsausdruck aufgefallen zu sein. Immer noch leicht amüsiert erklärte er mir kurz die Welt. Die Lufthansa nehme nur Top Leute. Einser Abiturienten mit perfekten Sprachkenntnissen und herausragenden Rechenkünsten. Vor meinen Augen erschien James Bond als Prototyp des Luftfahrtverkehrskaufmanns. Dass der Flugticketverkauf so schwierig war wurde im Informationsvideo des Arbeitsamtes nicht erwähnt. Er hatte allerdings noch einen Tipp für mich bevor er das Beratungsgespräch beendete. Maschinenschlosser wurden immer gesucht. Trotz der Ernüchterung wollte ich noch nicht klein bei geben. Ich bewarb mich bei der Bahn als Eisenbahnverkehrskaufmann. Ich wurde auch tatsächlich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen. Dort erklärten mir zwei unfreundliche Herren mit Schnauzbart, dass sie wegen einer Quote gezwungen seien auch Realschüler einzuladen. Es wurde schnell deutlich, dass sie das für Zeitverschwendung hielten. Einer stellte eine eher rhetorische Frage  über eine Formulierung in meiner Bewerbung. „Bist Du nun in der Jugendfeuerwehr und in der Schülerzeitung oder in der Schülerzeitung der Jugendfeuerwehr?“ Die Antwort interessierte ihn nicht mehr. Er wollte lediglich transportieren, dass zukünftige Eisenbahnverkehrskaufmänner, im Gegensatz zu mir, in der Lage sein sollten unmissverständliche Sätze zu entwerfen. Die Absage quasi schon in der Tasche fuhr ich mit der alten Diesellokomotive des Eliteunternehmens Deutsche Bahn pünktlich zurück nach Hause.

Super(markt)mann

Ein weiterer Schulfreund wollte unbedingt LKW- Fahrer werden. Ein Beruf für den man damals keine Ausbildung brauchte. Alle nannten ihn Trucker Kai. Da sein großer Bruder Einzelhandelskaufmann war wollte er das auch erst mal lernen, um den Erwartungen gerecht zu werden. „Da kannst Du später sogar Filialleiter werden“, warb er. Da man sich im Supermarkt nicht die Hände schmutzig machen musste und sogar einen weißen Kittel tragen dürfte, beschloss ich vom Verkehrswesen auf den Handel umzusteigen. Die Berufsbezeichnung Kaufmann schien hier zum Greifen nahe. Immerhin ging ich regelmäßig zum Flohmarkt und konnte ganz gut feilschen. Ich wurde mit Trucker Kai zum Bewerbungsgespräch in die REWE Zentrale eingeladen und bekam auch prompt einen Ausbildungsvertrag. Allerdings nur als Verkäufer. Den Kaufmann durfte man erst danach machen, wenn man sich bewährt hatte. Das schmeckte mir nicht aber Lehrjahre waren nun mal keine Herrenjahre. Ich bekam eine Lehrstelle in einer tristen Sozialbausiedlung im Nachbarort zugeteilt. Im Erdgeschoß eines heruntergekommenen  Hochhauses befand sich mein Supermarkt. Er war beengt und deutlich in die Jahre bekommen. Der schläfrige Filialleiter begrüßte mich mit den Worten: „Haste Dir das auch gut überlegt? Morgens bin ich hier der Erste und abends der letzte der geht. Der ganze Aufwand lohnt kaum bei dem Gehalt.“ Die Supermärkte hatten immerhin bis 18:30 Uhr geöffnet und im Gegensatz zu anderen Läden keine Mittagsruhe. Das hatte ich nicht bedacht. Wir drängelten uns durch die engen Regale und stellten mich den Kolleginnen und Kollegen vor. Im muffigen Keller gab es einen Lagerraum, der über eine steile schmutzige Treppe erreichbar war. Unbewusst sah ich mich nach dem Ausgang um. Im Keller arbeitet ein Mann mit Überbiss und dicker Brille, der erst auf mehrmaliger Ansprache reagierte. Er arbeitete konzentriert mit einem Gerät zum Auspreisen der Waren. Ich versuchte vergebens das Bild von Renfield aus der Rocky Horror Picture Show zu verdrängen, das sich mir aufdrängte. Sollte das meine Zukunft sein? Ich fuhr frustriert nach Hause und sagte zu meiner Mutter: „Ich will da nicht hin.“

Pudding- Gymnasium

Meine Mutter schaffte es  überraschend schnell meinen Vater zu überzeugen, dass ich doch noch weiter zur Schule gehen durfte. Am Ort gab es ein Wirtschafts- und Hauswirtschaftsgymnasium, genannt Pudding- Gymnasium. Es galt als nicht sonderlich anspruchsvoll. Das war für mich Grund genug dort vier Wochen vor Schulbeginn um Aufnahme zu bitten. Der Direktor war mit meinen Noten zufrieden und ich bekam einen Lehrer mit Doktortitel und wertschätzender Art. Er schaffte es auch einem Haufen Chaoten das Gefühl zu geben etwas Außergewöhnliches zu leisten, wenn sie nicht dauernd den Unterricht störten und irgendwie dem Unterrichtsstoff folgen konnten. Unter all den angehenden Jungakademikern kam ich natürlich auch gleich auf ganz andere Gedanken. Ich lernte ordentliche Joints zu bauen und trotz durchzechter Nacht frisch aussehend im Unterricht zu sitzen. Der Kontakt mit den verwöhnten Einzelkindern aus gutem Hause gab mir ein weltmännisches Gefühl. Endlich konnten wir guten Gewissens auf kleingeistige Eltern, Berufsberater und Personalsachbearbeiter herabsehen. Die schöne Zeit war allerdings vorbei als mir jemand schließlich mein Abiturzeugnis in die Hand drückte.

Veteran des kalten Krieges

Ich wurde für zwei Jahre zum Zivildienst eingezogen. Bundeswehr kam nicht in Frage. Wozu auch? Die DDR war gerade zusammengebrochen und der kalte Krieg fast vorbei. Ich war mir sicher, dass eine endlos friedliche Zeit folgen sollte und die Armeen abgeschafft würden. Ein Freund war im Rock zur Musterung gegangen und als untauglich wieder Heim geschickt worden. Andere hatten sich als Drogensüchtig oder Sportinvalide hervorgetan. Eine weiterer hatte sich von einem Psychologen ein Migrationstrauma gekauft. Mir war der Dienst fürs Vaterland aber ganz recht, da das leidige Thema Berufswahl dadurch noch etwas verschoben wurde. Nach achtzehn Monaten Dienst in einem Jugendzentrum hatte ich beachtliche Fertigkeiten im Tischkicker und Billard erworben. Hätte es keine Wehrzeitverkürzung wegen des Zusammenbruchs der Sowjetunion gegeben, wäre ich vielleicht sogar gut genug geworden, um in einer dieser Branchen einsteigen zu können. So musste ich mich allerdings wieder mit dem leidigen Thema Berufswahl beschäftigen. Lehrer wäre eine gute Sache gewesen. Die Lebenswelt Schule war mir noch sehr vertraut. Die Ferien möchte ich besonders gerne. Wären nur nicht die ganzen nervenden Jugendlichen gewesen. Davon gab es im Jugendzentrum genügend. Ich erwog auch meine kaufmännische Karriere wieder zu beleben. Heraus kam ein fauler Kompromiss. Ich schrieb mich für das Studium der Wirtschaftspädagogik ein. Die Universität war total überlaufen und die Vorlesungen wurden per Lautsprecher in die Gänge übertragen. Private Mitschriften wurden anschließend von ein paar Schlaumeiern kopiert und verkauft. Das Studium schien ausschließlich aus Mathematik zu bestehen. Irgendwas lief wieder grundlegend schief. Als eine Kommilitonin  allen Ernstes sagte: „Geld stinkt nicht, deshalb studieren wir das doch hier alle“, informierte ich das Bafög- Amt über einen tiefgreifenden Gesinnungswandel, der in mir stattgefunden hatte.

Danke für meine Arbeitsstelle (aus: Danke für diesen guten Morgen)

Ich beschloss Sozialpädagogik zu studieren. In den Achtziger Jahren galt dieses Studium als sicherer Garant für die spätere Arbeitslosigkeit. Allerdings konnte man Kanufahren und Jonglage erlernen. Ich tat für meine Verhältnisse etwas sehr mutiges. Ich folgte meinem Bauchgefühl und ließ mich vom Geschwätz der Berufsberater und sonstigen Besserwisser nicht beirren. Ein Schritt ins Ungewisse aber aus ganzem Herzen. Keine einzige meiner Befürchtungen ist schließlich eingetreten. Ich habe eine sichere, spannende, anspruchsvolle und sinnvolle Arbeit, die meiner Meinung nach auch nicht schlecht bezahlt wird. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Warum ich nicht viel früher auf die Idee gekommen bin meinen Neigungen zu folgen ist mir heute unerklärlich. Es wäre schön gewesen eine beratende Institution mit zugewandten Menschen an der Seite zu haben. So eine Art Berater über berufliche Möglichkeiten, die an die Potentiale der zu beratenden Menschen glauben. Ja genau, Berufsberaterinnen und Berufsberater. Ach, da wären wir wieder bei Herrn Dröse angelangt. Der dürfte mittlerweile hoffentlich in Rente sein.

 

 

 

16 Kommentare zu „Herr Dröse vom Arbeitsamt“

  1. ich denke ja, manche wege im leben müssen gegangen werden. ob herr drösel, wäre er denn anders gewesen, dir frühzeitig zu deinem weg hätte raten und deinen beifall finden können, sei dahin gestellt.
    an meinem eigenen werdegang sehe ich, dass meine drei abschlüsse mich zu genau dem führten, was ich heute tue. es bringt mich nach fast dreißig jahren nicht mehr zur glückseligkeit (alles ist schon getan und gesagt), aber es macht mich noch zufrieden.

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      1. ach, ich weiß nicht, ob zeitgeist so viel damit zu hat.
        ein berufsberater der heutigen zeit ließ mir gegenüber einmal durchblicken, wie mühselig es doch ist, den kindern von heute beizubringen, dass man mit einem dreikommaund-zeugnis eher weniger zum raumfahrer taugt.
        du verstehst?

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      1. DAS jedenfalls. aber vielleicht erfordert dieser eigene weg eben genau diese umwege, die wir offenbar beide gegangen sind. unschätzbar die erfahrung von praktika und fehlschlägen, denen immerhin wir entnehmen konnten, was wir keinesfalls wollen. vielleicht ergibt sich erst dadurch der klare blick auf das, WAS wir wollen.

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  2. Du hast mich mit deinem Beitrag beeindruckt. Gegenüber der besagten Bewerbung hast du einen hervorragenden Schreibstil, vielleicht weil du jetzt einfach schreiben kannst, was du einfach bist, wie du denkst und auf das Leben schaust. Du drückst mit wenigen Worten viel aus, will mir scheinen. Da läuft neben dem Lesen soviel Lebendiges in mir ab, Bilder von dem was du erzählst, nebenbei auch Bilder von eigenen Erlebnissen und Erfahrungen.

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      1. Das ist doch gut 🙂
        Manchmal wünsche ich mir so schreiben zu können.
        Ich schweife oft aus und ab und muss aufpassen wieder den Faden aufzunehmen und vor allem dem Leser das mitzuteilen, worum es mir eigentlich geht. Ich kann nicht so straight auf das Ziel los erzählen und noch dazu in so wohlgeformten Worten und Sätzen wie du. Aber jeder ist eben anders und jeder muss seines leben und ausdrücken.

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  3. Was du so eindrucksvoll geschildert hast, die Mühen und Frustrationen der Berufswahl, ist mir erspart gebllieben. Meine Mutter verfügte einfach, dass ich Schriftsetzer werden sollte. Freilich war ich nach acht Jahren Volksschule noch ein Kind und konnte nicht überschauen, was besser für mich gewesen wäre. Berufsberatung gab es damals noch nicht. Heute bin ich froh, dieses faszinierende Handwerk gelernt zu haben. „Die Druckerei ist das College des einfachen Mannes“, sagt schon Abraham Lincoln. Ich gratuliere dir, den für dich gemäßen Beruf gefunden zu haben. Wenn ich deine gut geschrieben und empathischen Texte lese, was soziale Themen betrifft, bin ich sicher, dass du in deinem Beruf Außergewöhnliches leistest. Schade, dass Herr Dröse das nicht mehr mitbekommen hat. Er hätte dann statt Gummibärchen zu futtern vielleicht mal besser auf seine Klienten geachtet.

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