Brautschau 2.0

Heute möchte ich über die Digitalisierung schreiben. Mein Problem ist nur, dass ich leider wenig Wissen darüber habe. Ich könnte auch sagen, dass ich keine Ahnung davon habe aber das wäre gelogen. Für Ahnungen muss man für gewöhnlich wenig tun. Sie überfallen einen oder schleichen sich hinterrücks an. Da ich von Natur aus ignorant bin, habe ich mich bislang diesen Ahnungen gegenüber verschlossen. Da ich mittlerweile aber knietief in Ahnungen wate und am Horizont Gebirge aus Ahnungen auftauchen, die mühsame Überquerungen versprechen, habe ich beschlossen für die ebenfalls bislang Ahnungslosen zu orakeln. Unlängst habe ich in einer seriösen auf Papier gedruckten Zeitung gelesen, dass fast die Hälfte aller Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe von der Digitalisierung bedroht sei. Roboter und Computer sollen in Zukunft deren Arbeit übernehmen. So schrecklich neu ist das nicht. Fragen sie mal die schlesischen Weber, die vor gut 180 Jahren unter anderen durch die Erfindung des dampfbetriebenen Webstuhls in England ihre Arbeit verloren. Technische Neuerungen, Veränderungen der Produktionsprozesse, Gewinnmaximierung, nationale Interessen und Hungerrevolten gibt es schon länger. Die Globalisierung hat die nationalen Interessen etwas in den Hintergrund gerückt, obwohl es zum aktuellen Zeitgeist zu gehören scheint, sein eignes Land im internationalen Zusammenspiel wieder in den Vordergrund rücken zu wollen. Das die Digitalisierung eine Ursache der Globalisierung ist wage ich zu bezweifeln. Auch, dass die Geschwindigkeit der Neuerungen außergewöhnlich schnell sein soll gilt es erst zu beweisen. Neuerungen haben schon immer ihre Schneisen in das Alte geschlagen. Aufstände und Hungerrevolten sind heutzutage zum Glück ja auch eher seltener geworden. Die Industriestaaten reagieren auf Umbrüche mit sozialen Sicherungssystemen oder, je nach Kultur, mit dem Ausbau von Ghettos und Gefängnissen. In den sogenannten Entwicklungsländern reagieren die Menschen mit Migration. Ich habe mir sagen lassen, dass Flüchtlinge gut digital Brautschau 2.0 weiterlesen

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Hey folks, ich sage Euch jetzt endlich mal die Wahrheit

Wichtig ist was hinten rauskommt. Das soll einmal ein großer Deutscher gesagt haben. Augenzeugen zufolge soll er sogar sehr groß und massig gewesen sein. Er hatte genau genommen genug Masse für gleich zwei Deutsche. Das hielt ihn aber nicht davon ab von seinen eigentlich viel schmächtigeren Landsleuten zu verlangen, den Gürtel enger zu schnallen. Eigentlich bin ich heute noch sehr belustigt über diesen Ausspruch, auch wenn es schwierige Momente in meinem Leben gab, in denen ich aufgrund meiner blühenden Phantasie, Bilder im Kopf hatte von dem, was aus diesem massigen Mann alles hinten herauskommen konnte. Der Mann ist nun Geschichte und hat uns nach eigenen Angaben blühende Landschaften, Einigkeit und ein Mädchen hinterlassen, das mittlerweile zur Mutti gereift ist. Ein wenig sehnsüchtig blicke ich schon auf diese Kohlära zurück. Das hat gewiss nichts mit den objektiven Ereignissen, sondern vermutlich mit meiner verflossenen Jugend zu tun. Als Mann im besten Alter frage ich mich, wohin denn diese Persönlichkeiten, an denen man sich reiben konnte, verschwunden sind. Ja, ok. Mutti ist klasse. Wie sie mit ihrer drögen Art alle in Leere laufen lässt. Respekt. Aber mir scheint, sie ist ein Auslaufmodel. Das Schlimme ist, dass mich das irgendwie beunruhigt. Ich habe mich so an ihre Gutenachtgeschichten und die Art, wie sie die anderen ungezogenen Politikerinnen und Politiker zur Raison bringt, gewöhnt. Hat sie wirklich vor mich mit all diesen Schreihälsen, die einem das Blaue vom Himmel versprechen zurückzulassen? Der einzige Trost ist, dass ihr Horst auch nicht mehr längste Laufzeit hat. Werden bald Politiker vom Format eines Guido Westerwelle (Gott hab ihn Seelig) regieren? Ein beängstigender Gedanke. Da habe ich doch mehr Vertrauen in Politikerinnen. Andrea Nahles hat das Zeug zum Kult. Schade, dass sie einer Nischenvolkspartei angehört. Es gibt heutzutage ja einen Haufen Volk und einen Haufen Nischen. Aus manchen schallt es „Wir sind das Volk“. Es ist alles ein wenig unübersichtlich geworden. Ich finde es traurig. Vor allem für das Wort Volk. Es ist ohne eigene Schuld ein wenig braun bekleckert worden. Haben wir früher ohne Hintergedanken Völkerball gespielt und sind im Volkswagen umhergefahren, ist man heute mit Wörtern wie Volksverräter und Umvolkung konfrontiert. Verspüren Sie auch diesen leichten Würgereiz? Ich hätte viel eher einschreiten sollen und den schleichenden Missbrauchs dieses alten Wortes bekämpfen solle. Verein gegen die einseitige Benutzung des Wortes Volk. Jetzt ist es zu spät. Das Volk ist zum Aussterben verurteilt. Ich meine natürlich das Wort Volk. Als hätte es der Gesetzgeber, bzw. die Gastgeberin geahnt, wurde es schon zur Jahrtausendwende aus vielen Gesetzestexten verbannt. War im Bundesseuchengesetz noch von der „Volksgesundheit“ die Rede, heißt es nun im Infektionsschutzgesetz „die menschliche Gesundheit“. Im Gesetz ist das Volk zu Menschen geworden. Da sieht man mal wieder wie weltfremd unsere Regierung ist. Ich bin auch sehr besorgt über die ganzen Arbeitsplätze bei Volkswagen. Dort ist man noch mit den Aufräumarbeiten aus den letzten Betrügereien beschäftigt und hat die Gefahr noch nicht erkannt, die dem Markennamen droht. Doch ich bin bereit, dem strauchelnden Konzern die Hand zu reichen und großzügig darüber hinwegzusehen, dass sich dieser aus einer Arbeitslosenorganisation der Nationalsozialisten entwickelt hat. Wie wäre es mit Menschenwagen? Nein, das klingt auch irgendwie brutal. Mehr nach Deportation als nach Ausflug ins Grüne. Wenn es schmissig und modern klingen soll, muss es natürlich englisch klingen. Peoplewagen? Das klingt ein bisschen nach Opel. Ein noch komplizierterer Sanierungsfall. Pepolecar? Ja warum nicht. German poeple car. Bitte jetzt nicht motzen. In schwierigen Zeiten muss man auch mal offen für Neues sein.
Wo war ich eigentlich stehengeblieben? Ja richtig. Bei dem was hinten rauskommt. Wenn ich mir diesen Text so anschaue, taugt er vielleicht wenigstens als Dung auf dem weiten Feld der Gedankensprünge.

Früher war gar nichts besser

Mein Urgroßvater ist im Jahre 1889 geboren und 1982 gestorben als ich elf Jahre alt war. Ich kann mich gut an ihn erinnern und mich schaudert es ein wenig, wenn ich diese Zeitspanne so anschaue. Irgendwo habe ich mal über einen alten Mann als Zeitreisenden gelesen. Ich fand den Gedanken schon damals sehr interessant und habe mich als Kind auch öfter gefragt, wie er mit all den Erfindungen und technischen Neuerungen umgegangen sein mag, die das Leben seit jener Zeit revolutioniert haben. Ich dachte damals beispielsweise an das Automobil und das Telefon. Mein Urgroßvater sah sich in meiner Phantasie diese Dinge  das erste Mal mit  offenem Mund staunend an. Für mich war glasklar, dass im Jahr 1980 eigentlich alles von Belang erfunden worden war. Abgesehen von den paar Dingen, die man in dem Krieg der Sterne Film sehen konnte und die halt erst noch erfunden werden mussten. Ich war froh, dass er die rasante Zeit der Erfindungen ohne größeren Schaden überstanden hatte. Er spazierte also ausgestattet mit Hut, Spazierstock und Gehrock durch den Park und roch immer ein bisschen nach Tabak. In seinen Taschen hatte er immer ein paar Bonbons, eine Pfeife und andere brauchbare Dinge, die je nach Jahreszeiten variierten. Schöne braune glänzende Kastanien gehörten im Herbst auch dazu. Wenn er sich mit seinen gut neunzig Jahren nach ihnen bückte war nie ganz klar, ob er sich wieder aufrichten würde oder strauchelnd der Länge nach auf dem Boden landete. Hielt er die begehrte Frucht dann in den Händen huschte ein zufriedenes Grinsen über sein Gesicht und er konnte seinen Spaziergang fortführen. Immer wenn wir zu Besuch bei ihm waren, hing ich wie sein Schatten an ihm. Er saß eigentlich fast immer Pfeife rauchend auf einer Eckbank am Küchentisch und wartete auf die nächste Mahlzeit. Wenn ich mich zu ihm setzte erzählte er gerne Geschichten. Er war vor dem ersten Weltkrieg in Potsdam bei der Kaisergarde gewesen. Da er für damalige Verhältnisse mit 1,90 m sehr groß war, meldete er sich zu den Langen Kerls. So nannte meine Oma die Gardemitglieder. Es gibt ein paar verblasste Fotografien auf denen Männer mit Musikinstrumenten und prunkvollen Uniformen zu sehen sind. Im Krieg war er dann in Rumänien. Eine Geschichte handelte davon wie er sich von der Truppe davonstahl einen Lastwagen aufbrach und glücklicherweise etwas verschimmeltes Brot organisieren konnte, das er dann mit seinen Kameraden teilte. Ein Abendteuer mit einem schimmligen Brot als Happy End überstieg damals mein Fassungsvermögen. Vermutlich ist das der Grund dafür, dass sie Geschichte noch durch meine Gedanken wabert. Von der Verzweiflung und der Not, die dieser Geschichte zugrunde liegt, habe ich damals nichts geahnt. Auch heute fällt es mir schwer mich in eine solche Situation hineinzuversetzen, da es mir schlicht und einfach wirtschaftlich immer gut ging im Leben. Da ich mit meiner eigenen Zeitreise auf dieser Erde auch ein gutes Stück vorwärts gekommen bin, hat sich meine Sichtweise um ein paar Blickwinkel erweitert. Ich bin beispielsweise Zeuge einer digitalen Revolution geworden. Ich sitze immer noch mit vor Staunen offenem Mund in der U Bahn und beobachte alle Menschen um mich herum, die mit ihren mobilen Geräten in die digitale Welt schauen und das reale Leben links liegen lassen. Bevor mich jemand für verrückt erklärt, muss ich ergänzen, dass die Frankfurter U- Bahn außerhalb der Innenstadt meist oberirdisch fährt und ein Fensterplatz durchaus erstrebenswert sein kann. Abgesehen davon, dass elektronische Geräte spätestens nach fünf Jahren, aufgrund von mangelnder Speicherkapazität, fehlender Rechenkapazität und inkompatiblen Ladekabeln, Müll sind, sind auch die realen Auswirkungen dieser digitalen Revolution von einer Geschwindigkeit, bei der ich mich oft alt fühle. Freunde mit Kindern im Alter von zehn bis siebzehn Jahren berichten beispielsweise, das ihre nunmehr fast volljährigen Sprösslinge noch einen relativ unbeschwerten Umgang mit Smartphones hatten, da diese vor fünf Jahren bei Kindern noch nicht sehr verbreitet waren. Heute ist der Druck auf zehnjährige ein Smartphone zu besitzen erheblich. In dieser Altersgruppe haben schon sehr viele eins und die Auswirkungen auf Kommunikation, Freizeitgestaltung und gesellschaftliches Ansehen sind erheblich. Wer sich nun fragt, was daran so schlimm sein soll, sollte mal einer Gruppe tobender Jungs ein Smartphone in die Hand drücken. Danach ist Schluss mit Toben und es herrscht Ruhe. Medien sind die Super Nanny schlechthin. Die Erwachsenen haben ihre Ruhe und die Kinder Übergewicht, motorische Probleme und eine digitale Weltsicht. Ich bin trotzdem zuversichtlich, dass diese Generation trotz moderner Medien und eingeschränkter Eindrücke aus der analogen Realwelt lebensfähig sein wird. Ob mein Urgroßvater ähnliche Probleme hatte? Wilhelm lass bitte die Finger vom Telegraphen und geh raus spielen. Wahrscheinlich nicht. Mit zehn Jahren musste er 1899 in ländlicher landwirtschaftlicher Umgebung vermutlich schon einen Teil zum Familieneinkommen beitragen. Sein Vater war Tagelöhner und er Früher war gar nichts besser weiterlesen

Schöpferische Neubauten

Frankfurt am Main ist nicht nur die kleinste Weltstadt der Welt, sondern hat noch mit einem weiteren Superlativ aufzuwarten. Wir haben hier jetzt die neueste Altstadt der Welt. Die Neue Altstadt ist noch nicht mal richtig fertiggestellt und wird erst Ende dieses Monats eingeweiht. Das nenne ich mal Geschichte im Schnelldurchlauf. Für schlappe 200 Millionen Euro wurden 35 Häuser auf den Grundrissen der 1944 zerstörten Altstadt gebaut. Seit Mai dieses Jahres ist das Areal begehbar und ich habe es mir nicht nehmen lassen, dort sofort nach dem Rechten zu sehen. Meine ersten Gedanken waren Edward Hopper, Freilichtmuseum und das kann ganz schön werden. Viele Frankfurterinnen und Frankfurter fühlen sich nach meiner Wahrnehmung ähnlich ambivalent, wenn sie an ihre Neue Altstadt denken. Einige Bilder von Edward Hopper sind von vordergründiger Schönheit und lösen in mir Gefühle von unbestimmter Einsamkeit und Verlorenheit aus. Es sind dort meist Menschen gemalt und ich würde sie nicht als kalt bezeichnen, doch fehlt ihnen Wärme und Leben. Trotzdem würde ich mir das ein oder andere Werk aufhängen, da es immer wieder neue Aspekte zu entdecken gibt. Ähnliches trifft auf unsere noch unbewohnte Neue Altstadt zu. Staunende Menschenmassen schauen sich leere Häuser an. Jeder ist gekommen, um etwas Neues zu entdecken. Womit wir beim musealen Teil dieses Beitrages angekommen wären. Die Menschen strömen in die Neue Altstadt, wie in ein Freilichtmuseum, um einen Eindruck von einer untergegangenen Zeit zu bekommen. Ob dort richtiges Leben möglich ist, gilt es erst noch zu beweisen. Ich habe unlängst selber an einer Stadtführung teilgenommen und mich gleichzeitig mit vielen anderen Touristengruppen durch die Gassen gedrängelt. Sofern unsere Stadtführerin die amerikanische und chinesische Konkurrenz übertönen konnte, erfuhr ich durchaus wissenswertes. Der mittelalterliche Krönungsweg der deutschen Kaiser befand sich die letzten 70 Jahre beispielweise in einer Tiefgarage. Der kaiserliche Weg vom Dom zum Kaisersaal im Römer, Schöpferische Neubauten weiterlesen

#wirsindmehr

Eine unterstützendswerte Aktion von Josef Dahlhaus Ericksen zu einem Thema, das uns alle bewegt.

Bunt und farbenfroh ...

Mensch sein. © Joseph Dahlhaus-Erichsen

Ich gebe es gerne zu: Ich war müde und es ging mir nicht sehr gut, als meine Tochter mich ansprach. Wir hatten alle über einen Messenger einen Link bekommen, in dem wir dazu aufgefordert wurden, einen offenen Brief an alle Rechten, Nazis, Identitären und „besorgte Bürger“ online zu unterschreiben. Meine Tochter fragte: „Ganz ehrlich: Was ändern wir mit der Unterzeichnung eines offenen Briefes, den sowieso keiner von denen liest?“ Ich hatte keine Lust mich mit meiner Tochter, die sehr vehement und mit festem Standpunkt diskutiert, jetzt auf einen Diskurs einzulassen und sagte nur knapp: „Ich gebe dir recht. Ich sehe es genauso.“ Dennoch lies mich ihre Frage nicht los und ich überlege … ja, was ändern wir damit?

Die Nachrichten der letzten Tage kennt jeder. Je nachdem, welche Nachrichtenquellen wir nutzen, liest jeder das, was er gerne lesen möchte und sich in seiner Meinung bestätigt…

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Deporties ! Randnotizen der Geschichte

Die Stadt Frankfurt am Main hat es, bedingt durch die Größe ihres Flughafens und die Besonderheiten der deutschen Geschichte, mit einem seltenen Phänomen zu tun. Deutsche Staatsbürger und Staatsbürgerinnen, die aus dem Ausland abgeschoben werden, landen meistens in Frankfurt. Der hiesige Flughafen ist der viertgrößte Europas und eines der bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze der Welt. Die meisten der jährlich 64 Millionen Passagiere steigen in Frankfurt nur auf andere internationale Linie um. Wo ein großer Hafen ist, gibt es auch einen Haufen Gestrandeter. Das hat jetzt weniger etwas mit Seefahrerromantik zu tun, zumal Hessen bekanntlicherweise ein Binnenland ist, sondern eher mit trauriger Realität. Das merkwürdige an diesen meist männlichen deutschen Abgeschobenen ist, dass viele überhaupt kein deutsch sprechen können. Manche von ihnen wussten nicht mal, dass sie einen deutschen Pass haben, obwohl sie in Deutschland geboren wurden. Sie finden das merkwürdig? Ich finde es wäre merkwürdig, wenn sie das nicht merkwürdig fänden. Die Erklärung ist allerdings recht einleuchtend. Die Betroffenen sind im Kleinkindalter mit ihren Familien ausgewandert. Viele amerikanische Besatzungssoldatinnen und Soldaten haben mit Deporties ! Randnotizen der Geschichte weiterlesen

Ein ironiefreies Hoch auf die Europäische Union

Seit die Europäische Union den Bürgerinnen und Bürgern aller Mitgliederstaaten die volle Freizügigkeit gewährt hat, kommen jede Menge  Menschen aus Südosteuropa in unsere Sozialsprechstunde. Das ist gut, denn es erhält meinen Arbeitsplatz. Der Haken an der Sache ist, dass die wenigsten deutsch oder wenigstens eine der westlichen Weltsprachen englisch, französisch oder spanisch sprechen. So eine Sozialberatung bereitet wenig Freude wenn man die Worte seines Gegenübers nicht verstehen kann. Zu Zeiten des Eisernen Vorhangs sprach man auf der anderen Seite eher russisch, wenn es mal international wurde. Das war im Westen aber nicht so angesagt. Chinesisch sprechen auch viele Menschen aber halt nur in China. So ist man also auf Gesten und sonstige Hinweise angewiesen. Einige meiner Kolleginnen und Kollegen haben es schon zu beachtlichen pantomimischen Fähigkeiten gebracht. Eine Kollegin führt für das Wort Schlafsack einen schlängelnden Tanz auf, der mich stark an den Regenwürmer Tanz aus dem Kindergarten erinnert. Es soll wohl der Versuch sein darzustellen, wie man in einen Schlafsack hineinkrabbelt. Ich bin mir sicher, dass niemand weiß was das zu bedeuten hat. Die Stimmung ist danach aber immer äußerst ausgelassen und das ist schließlich auch was wert. Spätestens wenn man dem Menschen dann tatsachlich einen realen Schlafsack unter die Nase hält, versteht dieser dann worum es geht. Es ist zwar gut möglich, dass ein arbeitssuchender Mensch unsere Beratungsstelle dann mit einem Schlafsack verlässt oder jemand der rechtliche Probleme hat von uns einen Einkaufsgutschein bekommt, aber das sind Feinheiten. Wir haben es auch schon mit Dolmetscherinnen und Dolmetschern versucht. In Europa herrscht aber ein geradezu babylonisches Sprachengewirr. Da sitzt die rumänische Ein ironiefreies Hoch auf die Europäische Union weiterlesen

kafka on the road

Je me baladais sur l'avenue, le coeur ouvert à l'inconnu

socopuk

Buchstaben in der richtigen Reihenfolge

Die BLOGHÜTTENALM fabuliert

Mallybeau Mauswohn lädt ein zu Kunst, Film, Satire und Geschichten über Tiere

Mitzi Irsaj

schreibend - lesend - durchs Leben stolpernd - aus Sturheit optimistisch - gerne am Abgrund taumelnd

Meikes bunte Welt

Für große und kleine Geschichtenfreunde

Adrenaline kills pain

Anarchistischer Poet

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Lese- und Lebensdinge

the lost art of keeping secrets

Ich will keine Schokolade, ich les' lieber Thomas Mann! (frei nach der Stunksitzung 2014)

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Film als emotionalisierende Kunstform

la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

Auf der Suche nach Mitgefühl und Weisheit

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Zeilenendes Sammelsurium

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Fallmaschen & Herzgespinste

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